LifeTime Journal

Deutschlands modernste Arztpraxen: Zahnarzt Robert Gorgolewski im Interview

Robert Gorgolewski ist seit Juli 2016 Inhaber der Praxis Zahnarzt Stadtkoppel in Lüneburg. Zuvor sammelte er fünf Jahre lang Erfahrung als selbstständiger Zahnarzt und Mitbegründer der Praxis Am Sande in Lüneburg. Sein Zahnmedizin-Studium schloss er 2009 an der Universität Hamburg ab. Seit Ende September können Patienten der Zahnarztpraxis Stadtkoppel LifeTime zum Austausch von Gesundheitsdokumenten ichutzen.

 

Herr Gorgolewski, Sie sind Inhaber einer noch sehr jungen Zahnarzt-Praxis. Wie digital sind Sie aufgestellt?

Ich bin selbst sehr digitalaffin und lege Wert darauf, dass auch meine Praxis digital ausgestattet ist. Wir sind karteikartenlos und scannen alle Dokumente wie Arztbriefe oder Testergebnisse ein. Auch digitales Röntgen gehört bei uns zum Standard.

Welchen Mehrwert kann Ihnen LifeTime in Ihrer digitalen Zahnarztpraxis bieten?

Ich möchte, dass meine Patienten mündig sind. Sie sollen über sich und ihre Gesundheit gut informiert sein und darüber reflektieren können. LifeTime unterstützt in diesem Sinne meine Behandlungen. Hinzu kommt, dass wir Zahnärzte viel mit Röntgenbildern arbeiten. Bringt der Patient zum Beispiel seine Röntgenbilder über das Smartphone mit in unsere Praxis, brauchen wir nicht neue Bilder anfertigen. Damit reduzieren wir die Strahlenbelastung unserer Patienten.

Der mündige Patient ist in aller Munde. Wie aufgeklärt sind Patienten denn wirklich?

Ich stelle oft fest, dass Patienten bei ihrem Erstbesuch in unserer Praxis nicht besonders gut aufgeklärt sind. Also erkläre ich anfangs sehr viel. Mein damaliger Zahnarzt hat mich nicht aufgeklärt, kam nur zum Bohren und hat mich dann damit alleine gelassen. Das mache ich heute komplett anders. Denn nur, wenn Patienten Sachverhalte verstehen, können sie diese annehmen. Wir erarbeiten dann gemeinsam Lösung- und Behandlungskonzepte. Das klappt sehr gut und die Patienten sind zufrieden.

Meinen Sie, dass ein Patient, der alle Unterlagen bei sich hat, sich aktiver mit seiner medizinischen Historie auseinandersetzt?

Nicht grundsätzlich, aber diejenigen, die sich dafür interessieren, haben etwas in der Hand. Es gibt eine Handvoll Patienten, die ihre Arztbesuche in Excel-Tabellen dokumentieren. Ich glaube, dass mit einer zunehmenden Vernetzung von LifeTime in Lüneburg sich Patienten zunehmend mit ihrem Behandlungsverlauf auseinandersetzen werden.

Wird sich Ihrer Meinung nach eine digitale Lösung wie LifeTime langfristig durchsetzen?

LifeTime befindet sich derzeit an dem Punkt, an dem Steve Jobs mit dem erste iPhone war. Alle finden das Produkt innovativ, fragen sich aber, ob man es wirklich braucht. Heute kann sich keiner mehr ein Leben ohne Smartphone vorstellen. Ebenso wird sich LifeTime durchsetzen.

Wo sehen Sie die größten Herausforderungen?

Die größte Hürde ist nicht der Patient, sondern der Arzt. Digitales Röntgen beispielsweise nutzt gerade mal etwas mehr als die Hälfte der Zahnärzte. Für viele ist es in erster Linie eine Investition, die genau durchkalkuliert werden muss. Wenn sich die Anschaffung eines digitalen Röntgengerätes bis zur Rente nicht mehr rentiert, wird auch nicht investiert. Ich erhalte sehr häufig Röntgenbildern mit der Post – nicht über E-Mail oder CD-Rom. Es handelt sich dabei um ein Phänomen des Alters. In fünf bis zehn Jahren werden diese Herausforderungen überwunden sein. Ich denke am einfachsten ist es, die Zeit für sich arbeiten zu lassen.

Wie wird sich das Thema Digital Health in den kommenden Jahren entwickeln?

Ich wünsche mir, dass künftig eine automatische digitale Voranamnese der Patienten möglich ist. Jeder Arzt könnte den Anamnese-Bogen des Patienten bei Veränderungen des Gesundheitszustandes laufend aktualisieren. Sobald ein neuer Patient in die Praxis kommt, haben die Ärzte dann die benötigten Blut- und Laborwerte im Blick. Das würde unsere Arbeit erheblich verbessern. Und auch der Patient wüsste, wie alt seine Krone ist, welches Implantat er hat und wie lange seine Wurzelbehandlung her ist. Das wäre nicht schlecht.

Das würde auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Ärzte fördern.

Genau. Ärzte wären damit auch genötigt ihre Arztbriefe zeitnah anzufertigen. Gerade bei dem Beispiel CMD-Diagnose ist interdisziplinäres Arbeiten notwendig. Meistens können Patienten nicht wiedergeben, was ihr Osteopath oder Physiotherapeut ihnen sagt. Ein kurzer digitaler Arztbericht vereinfacht die direkte Kommunikation unter den Ärzten und wir können uns endlich von dem Stille-Post-Prinzip verabschieden.

Welchen Rat möchten Sie abschließend Ihren medizinischen Kollegen ans Herz legen?

Bemüht euch, nicht stehen zu bleiben und euch medizinisch und technisch weiterzuentwickeln!

 

Möchten Sie LifeTime auch ausprobieren? Testen Sie selbst, wie einfach das digitale Senden von Befunden an Patienten funktioniert – kostenfrei und auch von zu Hause: lifetime.eu/fuer-aerzte

Janika Ebmeyer

Public Relations & Content bei LifeTime