LifeTime Journal

Wie der Gesundheitsstandort Hamburg die Zukunft gestaltet

Die Hansestadt Hamburg hat sowohl national als auch international einen guten Ruf als Gesundheitsstandort. Dennoch führt die demografische Entwicklung auch in Hamburg dazu, dass 2030 etwa jeder Dritte Bewohner über 60 Jahre alt sein wird. Dies stellt hohe Anforderungen an das Gesundheitssystem.

Aus diesem Grund hat die Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz das EU-geförderte Projekt ‚Aktive und gesunde Quartiere Uhlenhorst und Rübenkamp’ (AGQua) ins Leben gerufen. Ziel ist es, Menschen im Alter mit Hilfe von Dienstleistungen, u.a. E-Health basierte Beratungsangebote, und Smart Health-Lösungen ein längeres selbstständiges Leben in ihrem Quartier zu ermöglichen.

Dafür bündeln Partner aus Wissenschaft, Pflege- und Wohnungswirtschaft sowie aus den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologie ihre Kompetenzen. Beteiligt sind die Gesundheitswirtschaft Hamburg (Projektkoordinator), die Schiffszimmerer Genossenschaft, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW), die Universität Hamburg, Pflegen & Wohnen Hamburg, Q-Data Service, Silpion IT-Solutions sowie das Start-up connected-health.eu GmbH (LifeTime) in Hamburg.

Im Rahmen des Projektes saniert die Schiffzimmerergenossenschaft eine Wohnanlage der  im Stadtteil Rübenkamp. Darin wollen die Projektpartner sowohl technische als auch soziale Innovationen mit dem Quartiersmanagement-Ansatz der Wohnungsbaugenossenschaft verbinden. Den technischen Input entwickelt die Universität Hamburg in Zusammenarbeit mit Silpion IT Solutions, Q-Data Services und connected-health.eu.

Paralle erproben Patienten Smart Health-Geräte beispielsweise zum Messen von Vitaldaten auch im Stadtteil Uhlenhorst. Hier baut Pflegen & Wohnen ein Quartiersmanagement auf. Die Hochschule für Angewandte Wissenschaft evaluiert das Projekt. Projektmanagement, Koordinierung sowie Administration und Öffentlichkeitsarbeit übernimmt die Gesundheitswirtschaft Hamburg.

Als Projektpartner für gesundheitsfördernde elektronische Angebote bringt die connected-health.eu GmbH eine entsprechende Infrastruktur ein. Bewohner können die LifeTime App nutzen, mit der Sie ihre Smart Health- und Gesundheitsdaten speichern und bei Bedarf an Ärzte weitergeben können. Die Nutzer haben damit ihre medizinische Historie immer dabei.

Digitale Kommunikationsplattformen und Applikationen ermöglichen einen Austausch zwischen den Akteuren und liefern Informationen für die Bewohner in den Quartieren. Das freiwillige Engagement soll mit einem digitalen Nachbarschafts-Netzwerk befördert werden. Dafür wird von Silpion und der Uni Hamburg eine App entwickelt, in der Quartiers-Bewohner alltägliche Unterstützung anbieten oder um Hilfe fragen können.

„Das Projekt wird zu einer technologieunterstützten, nachhaltigen Verbesserung der Gesundheit aller Hamburger führen“, betont Dr. Johannes Jacubeit, Gründer und Geschäftsführer der connected-health.eu GmbH in Hamburg. „Das Projektziel, die Gesundheitsversorgung durch technische Innovationen und eine digitale Vernetzung zu verbessern, deckt sich zu einhundert Prozent mit unseren Zielen. Die Umsetzung setzt den Willen aller Beteiligten voraus. Wir sind froh, Teil der gemeinschaftlichen Entwicklungsarbeit zu sein.“

3,7 Mio. Euro für das Gesundheitsprojekt AGQua

Das Projekt AGQua startete im Mai 2016 und hat eine Laufzeit von vier Jahren. Das Projekt wird durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und der Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz gefördert. Das Gesamtvolumen des Projektes beträgt rund 3,7 Millionen Euro.

Janika Jonka

Public Relations & Content bei LifeTime