LifeTime Journal
Mann liest Beipackzettel von Medikament

Medikament vergessen – Wie gefährlich ist es?

Einmal die Tabletten nicht nehmen – das kann doch nicht so schlimm sein? Doch “einmal ist keinmal” gilt hier nicht. Schon eine ausgelassene Einnahme kann Risiken bergen. Im schlimmsten Fall drohen Folgen wie Herzrhythmusstörungen, Schlaganfall, Bewusstlosigkeit oder Organschäden. Was ist also im Falle einer vergessenen Einnahme zu tun?

Medikamenten-Einnahme vergessen – und nun?

Experten sind sich einig: Keine Experimente! Besser ist es, die Einnahme mit der nächsten Dosis wie gewohnt fortzusetzen. Denn viele Präparate haben eine längere Halbwertszeit, das heißt, sie werden nur langsam im Körper abgebaut und wirken so noch einige Zeit nach der Einnahme. Bei einer kurzen Halbwertszeit, also einer nur kurzfristigen Verfügbarkeit im Körper, ist eine regelmäßige, korrekte Einnahme umso wichtiger, damit das Medikament entsprechend wirken kann.

Nimmt man versehentlich die doppelte Dosis einer Arznei kann es gefährlich werden: Die erhöhte Wirkstoffkonzentration im Blut kann riskante Nebenwirkungen auslösen. Das gilt zum Beispiel für Schilddrüsen-Tabletten: Diese können zwar einen halben Tag später nachgenommen werden. Bevor man jedoch bei Unsicherheit eine doppelte Einnahme und damit eine Überdosierung riskiert, sollte man lieber eine Dosis auslassen.

In jedem Fall sollte das Vergessen einer Medikation ein Einzelfall bleiben. Wer häufig Tabletten vergisst, kann seinem Gedächtnis beispielsweise mithilfe einer App auf die Sprünge helfen: Die App LifeTime erinnert immer pünktlich an die Einnahme. Hier gibt es die kostenfreie App zum Download.

Vorbeugen: Keine Tablette mehr vergessen

Wer keine unnötigen Risiken eingehen will, sollte seine Medikamenten-Einnahme gut im Blick behalten – zum Beispiel mit diesen Tricks.

  • Medikamenten-Einnahme an Routinen knüpfen: Wer seine Tabletten jeden Morgen zur gleichen Zeit einnimmt (z.B. nach dem Zähneputzen), vergisst sie seltener. Ähnlich hilfreich: Tabletten an einem festen Ort aufbewahren (z.B. neben der Zahnbürste).
  • Aufklärung stärkt Therapietreue: Studien zeigen, je mehr Betroffene über ihre Erkrankung und mögliche Folgen einer ausgelassenen Medikation wissen, desto leichter fällt es ihnen, daran zu denken.
  • Technische Hilfsmittel, Medikations-Apps: Für fast alles gibt es heute eine App – auch für die Erinnerung an Medikamente, wie beispielsweise von der LifeTime App angeboten. Die App erinnert zuverlässig an die Medikation, eine Einnahme muss abgehakt werden und ist so besser nachvollziehbar. Das kann sich positiv auf die Therapietreue auswirken.

Die App LifeTime ist für iPhone und Android-Geräte kostenfrei im jeweiligen AppStore verfügbar. Neben der Medikations-Erinnerung bietet sie weitere Funktionen wie den Befund-Austausch mit dem Arzt.

LifeTime App hier kostenfrei laden

Wenn Vergesslichkeit gefährlich wird: Bluthochdruck, Diabetes oder Epilepsie

(Über)lebenswichtig kann die genaue Medikamenten-Einnahme für Patienten mit chronischen Erkrankungen sein, wie für Diabetiker. Trotzdem raten Experten auch hier zur Vorsicht, statt zu Aktionismus: Denn Diabetiker können ihrem Körper mit einer nachträglichen Dosis blutzuckersenkender Medikamente mehr schaden als nützen. Es droht Unterzuckerung, die sich durch Schweißausbrüche oder rasenden Puls bemerkbar macht. Ohne entsprechende Gegenmaßnahmen kann sie zur Bewusstlosigkeit führen. Also: Erst einmal die Blutzuckerwerte checken und nur bei Bedarf Medikamente nachdosieren.

Auch Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen sollten vorsichtig sein: Blutverdünnende Präparate, die vor Thrombose oder Herzinsuffizienz schützen sollen (z.B. Marcumar), können bei einer Überdosierung gefährliche Blutungen hervorrufen. Eine eigenmächtige Nachdosierung kann auch hier riskante Folgen haben.

Ganz anders bei Epilepsie-Patienten: Um einem Anfall vorzubeugen, ist eine stabile Konzentration des Antiepileptikums im Körper wichtig. Eine vergessene Dosis kann im schlimmsten Fall einen epileptischen Anfall auslösen. Unter solchen Vorzeichen kann eine nachträgliche Einnahme Schlimmeres verhindern. Da die Anwendung individuell zu bestimmen ist, sollten Epilepsie-Patienten das Verhalten in einer solchen Ausnahmesituation unbedingt mit ihrem Arzt besprechen!

Mareike Schröder

Public Relations & Content bei LifeTime