LifeTime Journal

MEDICA: Das sind die Neuheiten im digitalen Medizin-Zeitalter

Operierende Roboter, vernetzte OPs und Herzen aus dem 3D-Drucker: Die Preview anlässlich der Medizintechnik-Messe MEDICA (14. bis 17. November 2016 in Düsseldorf) in Hamburg präsentiert am 5. Oktober 2016 Produkt-Highlights. Diese veranschaulichen, wohin die Reise in der Gesundheitsbranche geht.

Die Preview für Journalisten zeigt, wie Smarte Intelligenz Ärzte in ihren Entscheidungen unterstützt. Zu den teilnehmenden Unternehmen zählen unter anderem Start-ups wie Personal MedSystems oder connected-health.eu bis hin zu Global Brands wie Philips Healthcare.

Philips OmniSphere: Ultraschallsysteme universell vernetzen

Krankenhäuser müssen heute eine regelrechte Datenflut bewältigen. OmniSphere von Philips ermöglicht es, Ultraschallsysteme miteinander zu vernetzen und dadurch auf bislang ungenutzte Daten zuzugreifen. Auf Knopfdruck liefert eine Plattform Auslastungsanalysen, die eine Basis für Prozessoptimierungen und strategische Investitions-Entscheidungen bilden. Die Remote Technical Connect-Applikation soll die Verfügbarkeit und einen technisch einwandfreien Zustand der Systeme sicherstellen.

Zudem präsentiert Philips sein Produkt Philips CareSage. Mit Hilfe von Predictive Analytics ist es in der Lage das Risiko für eine Krankenhauseinweisung innerhalb der nächsten 30 Tage vorherzusagen. So können im Falle einer ungünstigen Prognose rechtzeitig Interventionen veranlasst werden.

3D-Druck in der Medizin

Die MMM Medizinische Modellbau Manufaktur liefert mit HumanX eine neue Möglichkeit der Aus- und Weiterbildung. Dafür nutzt das Unternehmen digitale personalisierte Patientenmodelle der Medizin. HumanX-Modellesind realitätsnahe medizinische Trainings- und Simulationsmodelle auf Basis von realen Krankheitsfällen. Grundlage für die Modelle sind speziell aufgearbeitete Patientendaten aus CT, MRT oder anderen bildgebenden Verfahren. Die 3D-Modellen können angehenden Ärzten als Übungsbeispiel dienen. Auf der Preview wird das Unternehmen einen Überblick geben, was 3D-Druck in der Medizin bewegen kann.

Roboterarm für Menschen mit neuromuskulären Erkrankungen

Orfomed bietet eine Lösung zum Thema Armmobilität für Menschen mit neuromuskulären Erkrankungen oder neurotraumatischen Läsionen. Mit dem Roboterarm Jaco werden nach kurzem Training selbstständiges Essen und Trinken, das Greifen von Gegenständen und die eigene Körperpflege wieder möglich.

Das MEDICA Connected Healthcare Forum beschäftigt sich damit, wie die vernetzte Zukunft im Gesundheitsbereich aussehen wird (© MEDICA)

Smartphone als Herzcheck

CardioSecur von dem Unternehmen Personal MedSystems liefert Smartphone-Nutzern bei Herzproblemen Gewissheit. Das System analysiert mittels EKG-Kabel und einer App die Durchblutung, Herz-Rate und den Rhythmus des Herzens. Anschließend empfiehlt CardioSecur, ob ein Arzt aufgesucht werden sollte.

Die Zukunft der Arzt-Patienten Kommunikation

Das Start-up connected-health.eu GmbH ermöglicht mit der App LifeTime den digitalen Austausch medizinischer Dokumente zwischen Ärzten und ihren Patienten. Patienten können damit alle Befunde, Laborwerte oder Röntgenbilder verschlüsselt speichern und verwalten. Auf Wunsch können sie Dokumente an ihre Ärzte übertragen. Derzeit wird LifeTime von über 100 Ärzten in Hamburg genutzt.

Ultraschall to go — Erster Apple-zertifizierte MedTech-Hersteller

Unter den Unternehmen, die auf der Preview zur MEDICA ihre Neuheiten vorstellen, sind mit Oscadi und Therapixel auch MedTech-Start-ups aus Frankreich dabei. Oscadi, der erste Apple-zertifizierter Hersteller im Gesundheitswesen, wird zum Beispiel das erste Ultraschallgerät für das iPad zeigen. Das ‚Ultraschall to go’-Gerät ist so konzipiert, dass es ohne tiefe Fachkenntnisse in der medizinischen Bildgebung in jeder Umgebung eingesetzt werden kann — ob in Kliniken, Krankenwagen oder Rettungshubschraubern.

Gestik-Steuerung im OP

Therapixel gestattet medizinischem Personal einen neuen Workflow, barrierefreien Zugriff auf Patientendaten und Informationen sowie eine nahtlose Integration in beliebige OP-Systeme. Die Operateure haben so während der Eingriffe ihre Hände frei, denn die berührungslose Bildnavigation wird per Gestik gesteuert.

Weitere Informationen zur Preview zur MEDICA 2016 gibt es unter www.pre-view-online.com

Janika Jonka

Public Relations & Content bei LifeTime