LifeTime Journal

LifeTime und die eGK: Ein Ausblick

Mit der im Jahr 2003 beschlossenen Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK), sollte ein Paradigmenwechsel in der Gesundheitsbranche stattfinden. Die Idee ist, dass dann Dokumente wie Arztbriefe, Befunde, Notfalldaten und die Medikation des Patienten auf der eGK abgelegt werden und abrufbar sind. Fast 14 Jahre hat es seit dem Beschluss der Bundesregierung gedauert, bis die gematik die Basis für den bundesweiten Rollout der Telematikinfrastruktur fertiggestellt hat. Nun ist die Industrie am Zug und muss Hardware-Komponenten bereitstellen. Dazu gehören zum Beispiel E-Health-Kartenterminals  und sogenannte Konnektoren zur sicheren Kommunikation. Die Hersteller lassen jedoch noch auf sich warten und hinken den offiziellen zeitlichen Vorgaben hinterher. Laut dem E-Health-Gesetz soll der Online-Rollout der Telematikinfrastruktur offiziell bis zum Juli 2018 starten. Wer als Arzt bis dahin keinen Zugang zur Telematikinfrastruktur hat, dem drohen 1 Prozent Honorarabschlag. Bisher hat jedoch noch keines der benötigten Geräte eine Zulassung von der gematik erhalten.

Das alles ist jedoch nicht die einzige Hürde, die die eGK nehmen muss. Aus technologischer Sicht fehlt weiterhin ein elementares Bindeglied, um Mediziner und Patienten zu vernetzen. Während Ärzte mit der eGK sämtliche gespeicherte Befunde auf einem einfachen Wege einsehen können, gestaltet sich die Nutzung für Patienten etwas umständlicher: Sie benötigen ein spezielles Kartenlesegerät, um Zugang zu ihren medizinischen Dokumenten zu bekommen. Patienten besitzen zwar Smartphones, Tablets und Computer, jedoch meistens kein Kartenlesegerät. Ärzte wiederum nutzen die auf Patientenseite vorhandenen Geräte bisher kaum, um medizinische Dokumente zu übergeben.

 Ergänzung statt Konkurrenz

An dieser Stelle kommt LifeTime ins Spiel. Denn LifeTime verbindet ergänzend zum bestehenden eGK-System Ärzte und Patienten miteinander. Über LifeTime können Ärzte und Patienten Befunde und medizinische Begleitinformationen miteinander austauschen. Diese Dokumente werden verschlüsselt in einer App auf dem Smartphone des Patienten gespeichert. Dieser kann damit seine medizinischen Dokumente zu jeder Zeit einsehen – auch ohne Kartenlesegerät für seine eGK.

Die Lösung ist mit allen Praxissystemen kompatibel und nutzt verlässliche Authentifizierungsmechanismen. Auch ohne das physische Vorhandensein einer Gesundheitskarte können Ärzte sicher gehen, dass sie dem richtigen Patienten Dokumente übergeben. Sichere Identifikationsmerkmale sind die Mobilfunknummer und die Versichertennummer des Patienten. Damit lassen sich zeit- und ortsunabhängig Befunde und Begleitinformationen an Patienten senden.

Deutschland braucht ein offenes System

Bundeskanzlerin Angela Merkel warnte Anfang des Jahres davor, dass Deutschland zum digitalen Entwicklungsland wird. Als Beispiel für den Rückstand in der Digitalisierung nannte sie die eGK. Damit Deutschland Vorreiter in der digitalen Medizin wird, ist die geplante Einführung der eGK ein Schritt in die richtige Richtung. Weiterhin muss zudem ein einfaches, digitales Nutzererlebnis gewährleistet sein. Wie man anhand von LifeTime sehen kann, sind die technologischen Voraussetzungen dafür bereits vorhanden und auch schon heute für jeden Arzt und Patienten nutzbar.

„Es braucht also ein offenes System, mit dem ein direkter Austausch von Gesundheitsdokumenten zwischen Arzt und Patienten möglich ist“, sagt Dr. med. Johannes Jacubeit, Gründer und CEO der connected-health.eu GmbH. „Mit einem solchen Prozess profitieren sowohl Ärzte als auch Patienten von der Digitalisierung. Vor diese Hintergrund stellt unser Produkt LifeTime eine optimale Ergänzung zur eGK dar.“

Was es weiterhin braucht, damit die Digitalisierung einen Patientennutzen erzeugt, lesen Sie in der ‚Roadmap Digitale Gesundheit‚ der Bertelsmann Stiftung. Diese gibt den Akteuren des Gesundheitssystems konkrete Handlungsempfehlungen und Denkanstösse. 

 

Lesen Sie zu diesem Thema auch ‚Wie der Person, die egK und der Führerschein die digitale Medizin katalysiert‘, ein offener Brief von Dr. med. Johannes Jacubeit an den Bundesgesundheitsminister.

 

Sie wollen LifeTime selbst kennenlernen? Probieren Sie das papierlose Übertragen von Befunden an Patienten einfach direkt aus – kostenfrei und auch von zu Hause: lifetime.eu/fuer-aerzte.

Janika Ebmeyer

Public Relations & Content bei LifeTime