LifeTime Journal

Einrichtung von KIM in 5 Schritten – eine Anleitung

KIM, die elektronische „Kommunikation im Medizinwesen“, steht im deutschen Gesundheitswesen in den Startlöchern. Ärzte und Gesundheitseinrichtungen können sich jetzt schon ihre KIM-E-Mail-Adresse reservieren. Ab nächstem Jahr kann sicher mit anderen Leistungserbringern darüber kommuniziert werden. Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung beantwortet folgende Fragen: Doch was ist für die Einrichtung von KIM genau erforderlich? Welche Voraussetzungen gibt es? Und in welchen Schritten läuft die Einrichtung genau ab?

KIM – die Kommunikation im Medizinwesen – ist der erste auf der Telematikinfrastruktur aufbauende Fachdienst. Über KIM können bald Leistungserbringer mit Kassensitz in einer sicheren Umgebung kommunizieren und Daten austauschen. Um sich als Arzt, ob niedergelassen oder im Krankenhaus tätig, zu KIM zu anmelden, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein.

Voraussetzungen für die Einrichtung von KIM

  • Funktionsfähige Anbindung an die Telematikinfrastruktur mit folgenden TI-Hardware-Komponenten: 
    • E-Health-Konnektor (TI-Konnektor der PTV 3 und höher)
    • TI-Kartenterminal(s) 
    • Institutionskarte/Praxisausweis (SMC-B) und optional elektronischer Heilberufsausweis (eHBA) 
  • PC oder Server als Rechner für das KIMClientmodul mit Windows-Oberfläche (ab Version 8.1Windows Server 2012 oder aktueller)  
  • Benutzeroberfläche: E-Mail-Programm, PVS / KIS mit E-Mail-Funktionalität (SMTP/POP3) oder LifeTime
  • Webbrowser für die Verwaltung des KIM Clientmoduls (empfohlen werden Google Chrome, Mozilla Firefox oder Microsoft Edge in aktueller Version) 

Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, können Ärzte ihre KIM-E-Mail-Adressen in fünf Schritten einrichten.

Anleitung: Einrichtung von KIM in fünf Schritten

1. KIM Anbieter auswählen 

Aktuell gibt es zwei zugelassene KIM-Anbieter: Akquinet und CGM. Nach dem Vertragsabschluss stellt der KIM-Anbieter pro angemeldeter KIM-Adresse einen Registrierungscode bereit. Auf Wunsch können bei einigen KIM-Anbietern auch weitere E-Mail-Adressen sowie individuelle Domainnamen bestellt werden (z.B. müller@müller.kim.telematik).  

2. Installation des KIM Clientmoduls 

Anschließend kann das KIM-Clientmodul auf den Rechner installiert werden. Hierzu sollten alle anderen Anwendungen geschlossen sein. Die Software muss auf einem Windows Rechner in der Praxis bzw. im Krankenhaus im Netzwerkbereich des Kunden installiert werdenMit 145 MB Installationsdatei (davon 25 MB dauerhaft auf dem Rechner) wird kaum Platz eingenommen.  

3. Konfiguration des E-Mail-Clientmoduls

Die KIM-Anbieter stellen hierfür einen Einrichtungsassistenten bereit, also eine digitale Anleitung, die alle Schritte beinhaltet. Zur Einrichtung des E-Mail-Clientmoduls muss die SMC-B-Karte im Terminal stecken. Hierbei sollten die Adresse des TI-Konnektors und die Daten von SMC-B oder eHBA bereitliegen. 

4. Stammdaten über Account Manager pflegen 

Der Account Manager dient zur Registrierung und Deregistrierung von Benutzern des KIM E-Mail Service und dient zur Pflege der Basisdaten, die im Verzeichnisdienst der Telematikinfrastruktur (TI) gespeichert werden. Hierzu müssen zunächst alle Basisdaten, wie Namen der Ärzte und Kontaktdaten, eingegeben werden. Nach der Einrichtung kann über den Account Manager bspw. eine Abwesenheitsnachricht eingerichtet und das Passwort für den E-Mail-Account geändert werden. 

5. Einrichtung der Benutzeroberfläche 

Im letzten Einrichtungsschritt findet die Verknüpfung der Benutzeroberfläche mit dem KIM-Client-Modul statt. So kann das in Schritt 3 konfigurierte Modul eingesetzt werden. Je nach gewählter Option (E-Mail-Programm, PVS / KIS oder LifeTime) sind hierfür unterschiedliche Schritte erforderlich. Die jeweilige Anleitung stellen die Anbieter der Benutzeroberfläche zur Verfügung. 

Nach Schritt 5 der Anleitung ist die Einrichtung von KIM abgeschlossen. KIM-Nachrichten lassen sich verschlüsselt und signiert über die eingerichtete Benutzeroberfläche versenden und empfangenEinen schnellen Test kann man machen, indem man eine Mail an sich selbst sendet.  Bei Störungen und Fragen kann ein Support Dienst per Telefon oder Nachricht kontaktiert werden. Über eine Support-PIN ist sichergestellt, dass auch diese Daten nur von befugten Personen gelesen werden können 

Haben Sie Fragen zu der Anleitung oder einem der Schritte? Dann kontaktieren Sie uns gerne unter info@lifetime.eu. Weitere Informationen zum KIM-Anbieter Akquinet und der Lösung LifeTime finden Sie unter medizinwesen.digital.

Ann-Christin Vahl

Operations bei LifeTime