LifeTime Journal

Gesundheitsdaten sicher aufbewahren: Aktenschrank, Cloud oder Smartphone?

Früher sammelten Patienten ihre Gesundheitsdaten in Form von Papierdokumenten zu Hause in ihren Aktenschränken. Inzwischen gibt es eine Vielzahl neuer Möglichkeiten, um medizinische Daten zu verwahren: auf USB-Sticks, externen Festplatten, in einer Cloud oder auf dem Smartphone. Doch welche Vor- und Nachteile bieten die einzelnen Speicherorte? Und wie sicher sind die eigenen Gesundheitsdokumente dort?

1. Aktenschrank

Nach wie vor geben viele Ärzte ihren Patienten Befunde auf Papier mit. Im besten Fall sortieren Patienten diese zu Hause, heften sie ab und verstauen sie in Schränken. Dort sind die Unterlagen vergleichsweise sicher – vorausgesetzt die Schränke sind abgeschlossen. Doch im Falle eines Einbruchs oder Feuers gilt das nicht. Auch die Qualität der Ausdrucke nimmt mit den Jahren ab und sie werden unleserlich. Für den Arzt, der diese Dokumente für seine Behandlung benötigt, ist das hinderlich.

Für die Weitergabe an einen weiterbehandelnden Arzt ist jeweils das richtige Dokument händisch rauszusuchen und mitzunehmen. Sind die Dokumente nicht gewissenhaft sortiert und unauffindbar, fehlen sie beim nächsten Arztbesuch.

Der abgeschlossene Aktenschrank ist relativ sicher – doch er braucht viel Platz und wer keine penible Ordnung pflegt, läuft Gefahr, Dokumente zu verlieren.

2. Computer, externe Festplatten und USB-Sticks

Dokumente werden heute vielfach digitalisiert und auf dem Computer abgespeichert. Dass Daten auch hier verloren gehen können, ist den meisten Nutzern bewusst. Deswegen greifen viele auf externe Speichermedien wie Festplatten oder USB-Sticks zurück. Doch auch diese können gestohlen oder beschädigt werden. Für wichtige Dokumente lohnt sich daher eine zweite Sicherung. Allerdings sind sind die Daten meist nicht passwortgeschützt und im Falle eines Diebstahls leicht einzusehen. 

Die Übertragung an die Arztpraxis ist schwierig: Externe Speichermedien dürfen meist nicht direkt in der Arztpraxis angeschlossen werden. Denn Arztpraxen müssen sicherstellen, dass der Praxis-PC nicht mit Schadsoftware infiziert werden kann. Auch das Verschicken der Dateien per E-Mail ist problematisch, da E-Mails in der Regel nicht verschlüsselt und somit nicht vor Fremdzugriffen geschützt sind.

Externe Speichermedien, wie Festplatten und USBs, sind für den Privatgebrauch praktisch. Der Austausch von Dokumenten mit der Arztpraxis ist darüber aus Sicht der Datensicherheit jedoch eher schwierig.

3. Cloud

In einer Cloud gespeicherte Dokumente sind von überall mit jedem internetfähigen Gerät zugriffsbereit. Voraussetzung ist nur eine stabile Internetverbindung. Cloud-Lösungen bieten nahezu unbegrenzten Speicherplatz, den Nutzer jederzeit zusätzlich erwerben können. Ein weiterer Vorteil: Es fallen keine Kosten für Hard- und Software an, da Cloud-Anbieter meist nutzungsbasiert abrechnen. Der Anwender muss auf seinem Rechner zudem nichts installieren. Dem gegenüber stehen allerdings einige Unsicherheiten: Es muss sichergestellt sein, dass sowohl der Transportweg, als auch der Speicher der Daten vor dem Zugriff Dritter gesichert sind.

Mit Clouds lassen sich Gesundheitsdokumente digital an den Arzt übergeben. Allerdings ist dies in der Praxis wenig komfortabel: Aufgrund der Vielzahl unterschiedlicher Cloud-Lösungen braucht der Arzt auch verschiedene Zugänge und Accounts. Das macht die Nutzung von Clouds im Arbeitsalltag von Praxen und Kliniken umständlich.

Berücksichtigt man einige Bedingungen, sind Clouds sichere Medien zur Datenübergabe. Für den Gebrauch in Arztpraxen und Kliniken sind sie jedoch nur teilweise praktikabel.

4. Smartphone

Das Smartphone haben bisher wenige Patienten als mögliches Speichermedium für Gesundheitsdokumente im Kopf. Doch auch auf dem Mobiltelefon können Befunde, Röntgenbilder und andere Dokumente abgelegt und gespeichert werden. Das ist insofern praktisch, da die meisten Menschen ihr Smartphone so gut wie immer dabei haben. Die Speicherkapazitäten sind inzwischen so groß, dass genügend Speicherplatz zur Verfügung steht. Dennoch können auch Smartphones verloren gehen oder gestohlen werden. Daher ist es wichtig, für die Ablage seiner Gesundheitsdaten ein sicheres System, z.B. eine spezielle App, zu verwenden. Liegen die Daten in einer gesicherten App (z. B. LifeTime) sind sie auch im Falle eines Diebstahls vor externem Zugriff sicher. Auch hier sollten zur Sicherung regelmäßig Backups der Daten angelegt werden.

Die Übertragung von Befunden an den Arzt funktioniert mit einem Smartphone und der entsprechenden Infrastruktur einfach: Dokumente können über eine sichere Verbindung, z.B. mit LifeTime, direkt an den Praxiscomputer gesendet werden.

Die Verwaltung und Übergabe von Gesundheitsdokumenten mittels Smartphone ist mit der entsprechenden App einfach und sicher. Außerdem praktisch: Das Handy hat man so gut wie immer dabei.

Grundsätzlich gilt: Prüfen Sie genau, wo Sie Ihre Gesundheitsdaten aufbewahren. Wenn Sie im Vorfeld die wichtigen Punkte beachten, können Sie Risiken minimieren. Letztendlich ist es eine persönliche Entscheidung, ob und für welche Daten externe Speichermedien sinnvoll sind. Eine doppelte Sicherung ist in jedem Fall empfehlenswert.

Janika Ebmeyer

Public Relations & Content bei LifeTime