LifeTime Journal

“Digitalisierung braucht keinen Honorarabschlag.”

Der Wille zur Digitalisierung ist in der Ärzteschaft durchaus vorhanden. Doch was braucht es, damit sie auch in der Praxis ankommt?

Digitale Lösungen im Gesundheitsmarkt verweisen auf Wechselwirkungen von Medikamenten, erleichtern die Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient und tragen zu einer besseren Gesundheitsversorgung bei. So lautet die Theorie – in der Praxis ist der digitale Fortschritt allerdings noch nicht ausreichend in Deutschland angekommen.

Zu diesem Ergebnis kommt die Studie #SmartHealthSystems der Bertelsmann Stiftung. Demnach schneidet unser Gesundheitswesen in puncto Digitalisierung schlecht ab und landet nur auf dem vorletzten Platz von 17 untersuchten Ländern.

„Während Deutschland noch Informationen auf Papier austauscht und an den Grundlagen der digitalen Vernetzung arbeitet, gehen andere Länder schon die nächsten Schritte“, betont Brigitte Mohn, Vorstand der Bertelsmann Stiftung in Gütersloh.

 

Zwang zur Anbindung an die Telematik-Infrastruktur

Dabei hat die Politik hierzulande schon 2003 mit dem Beschluss zur Einführung einer elektronischen Gesundheitskarte die ersten Schritte zur digitalen Transformation unternommen. Um Ärzte dazu zu bringen, sich online anzubinden und an die Telematik-Infrastruktur (TI) anzuschließen, sanktioniert der Gesetzgeber die Nicht-Umsetzung ab dem 30. Juni 2019 mit einem Honorarabschlag in Höhe von 1%. Diese Frist wurde nach erheblichen Protesten der Ärzte immer wieder zeitlich verzögert. Von Ärzteseite heißt es zum Beispiel “1%: Der Preis meiner Daten, der Preis meiner Freiheit. Wir machen bei der Telematik-Infrastruktur nicht mit!”.

Da eine nicht geringe Anzahl von Mediziner sich nicht an das Telematiknetz anschießen wollen, hat Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nun den Druck auf Ärzte erhöht. Nach einem Referentenentwurf zum ‚Gesetz für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation‘ (kurz: Digitale Versorgung Gesetz) soll Ärzten ab März 2020 das Honorar um 2,5 Prozent gekürzt werden.

Dass sich Mediziner um die Sicherheit der Daten sorgen, ist nicht verwunderlich. So machten jüngst immer wieder Datenschutzskandale bei elektronischen Gesundheitsakten Schlagzeilen. Solche Meldungen führen zu Verunsicherung sowohl auf Ärzte als auch auf Patientenseite. Dennoch gibt es Beispiele am Markt, die trotz all dieser Hürden zeigen, dass die digitale Nutzung von Lösungen schon heute zum gelebten Alltag gehören kann.

 

Arztpraxen versenden rund 700 Dokumente täglich digital

So verzeichnet der Anbieter LifeTime aus Hamburg ein exponentielles Wachstum bei der wöchentlichen Anzahl digital übermittelter Dokumente in Arztpraxen. In den vergangenen drei Monaten haben Arztpraxen in Deutschland mit der LifeTime Software mehr als 40.000 Dokumente digital und verschlüsselt an andere Ärzte und Patienten versendet. Das entspricht täglich rund 700 digital übermittelten Dokumenten. Was macht LifeTime also anders als andere Anbieter?

“Der Wille zur Digitalisierung ist in der Ärzteschaft vorhanden, sofern Anbieter den Einstieg für Praxen leicht gestalten”, sagt Dr. med. Johannes Jacubeit, Gründer und Geschäftsführer von LifeTime. Er ist überzeugt: “Digitalisierung braucht keinen Honorarabschlag.”

Die Anzahl der wöchentlich digital versendeten Dokumente in Arztpraxen steigt exponentiell

Laut Jacubeit ist es elementar, dass sich neue Anwendungen an bestehenden Prozessen in Arztpraxen orientieren und einfach für alle Mitarbeiter zu handhaben sind. Die Diplom-Psychologin Dr. Rita R. Trettin von der Praxis Neurologie Winterhude in Hamburg nutzt seit Herbst 2018 LifeTime. Sie sagt: “LifeTime passt optimal zu unserer Praxisphilosophie: datenschutzkonforme Übermittlung von Dokumenten und Befunden, Reduktion unnötiger Arbeitsschritte und damit ökonomische Abläufe ohne Zeitverzögerung.”

Dezentrale Systemarchitektur gewährleistet Datensicherheit

Doch nicht nur auf eine einfache Handhabung legt LifeTime viel Wert. Die Lösung ist unabhängig von Krankenkassen und hat sich als oberste Priorität das Thema Datensicherheit gesetzt.

“Immer mehr Patienten und Zuweiser nehmen digital übermittelte Befunde dankend an. Datenschutz ist hierbei wichtig. Bei LifeTime habe ich keine Bedenken”, sagt LifeTime Nutzer Dr. Dirk M. Krollner, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie sowie Vorstand des Ärztenetz Hamburg e.V.

Entscheidendes Kriterium bei der Datensicherheit ist die dezentrale Speicherung der Daten. Anders als bei den meisten Lösungen am Markt werden Patientendaten nicht in eine zentrale Cloud geladen und dort gespeichert. Bei LifeTime befinden sich die Daten ausschließlich lokal auf dem Patienten-Smartphone und wie bisher auf dem Rechner des Arztes. Mit dieser dezentralen Architektur des Systems und einer Ende-zu-Ende-verschlüsselten Übertragung gewährleistet LifeTime die Datensicherheit.

Um Arztpraxen den Schritt zum papierlosen Befundversand noch einfacher zu machen, bietet LifeTime seit Kurzem das digitale Empfangen von Dokumenten kostenfrei an. So können auch Zuweiser Dokumente datenschutzkonform direkt am Praxisrechner empfangen.

Sind Sie neugierig geworden? Unter lifetime.eu/fuer-aerzte können sich Arztpraxen über die Lösung LifeTime informieren und künftig digitale Dokumente datenschutzkonform mit anderen Praxen und Patienten austauschen.

Janika Ebmeyer

Public Relations & Content bei LifeTime