LifeTime Journal
Start up Digital Health Brainstorming

Digitalisierung als Chance – Ärzte schätzen Start-ups

Start-ups treiben die Digitalisierung der Gesundheitsbranche und die Entwicklung von E-Health-Lösungen voran. Und nicht nur Patienten schätzen und nutzen Apps, Wearables und Co. Auch Mediziner sind jungen Unternehmen und deren digitalen Innovationen gegenüber positiv gestimmt. Das ergab kürzlich eine Umfrage des Digitalverbandes Bitkom in Zusammenarbeit mit dem Ärzteverband Hartmannbund, bei der 477 Ärzte aller Fachrichtungen befragt wurden.

Jeder dritte Arzt sieht Verbesserungen durch Start-ups

Mehr als jeder dritte befragte Mediziner glaubt, dass Healthcare-Start-ups mit ihren Angeboten zur Verbesserung der medizinischen Versorgung beitragen. Unter den Jüngeren (20-29 Jahre) teilen 61 Prozent diese Überzeugung. Bei den 40- bis 49-Jährigen sind es immer noch 42 Prozent.

Zwar schätzen Mediziner fortgeschrittenen Alters die Bedeutung von Start-ups im Vergleich zu ihren jüngeren Kollegen geringer ein. Dennoch können sie sich gut vorstellen, diese mit ihrem Know-how zu unterstützen. Mehr als ein Drittel der 50- bis 59-jährigen Befragten (37 Prozent) würden in einem Start-up mitwirken, zum Beispiel als medizinischer Berater.

Potenziale der Digitalisierung erkannt

In der Umfrage ging es neben Start-ups auch um die Einstellung der Ärzte zur Digitalisierung ihres Arbeitsumfeldes. Das Ergebnis: Sieben von zehn Ärzten empfinden die Digitalisierung als Chance, unter den 20- bis 39-Jährigen sind es gar neun von zehn.

Die Vorteile digitaler Lösungen liegen laut den Befragten vor allem in möglicher Zeitersparnis (53 Prozent) und einer besseren Behandlung von Patienten (44 Prozent). 67 Prozent der Befragten sehen in E-Health-Lösungen auch das Potenzial, Mittel effizienter einzusetzen und Kosten zu sparen.

Grafik Bitkom-Umfrage Digitalisierung
Mehr Chance als Risiko – Ärzte sehen Digitalisierung positiv

 

Mehr Mut und Entschlossenheit neue Angebote zu nutzen

„Es gibt in der Ärzteschaft eine große Offenheit gegenüber digitalen Technologien, man spürt eine regelrechte Aufbruchstimmung. Die Skepsis der vergangenen Jahre ist einer neuen Offenheit gegenüber digitalen Technologien gewichen. Nun braucht es aber noch mehr Mut und Entschlossenheit, digitale Angebote auch im Praxisalltag zu nutzen“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Derzeit liegt Deutschland in Sachen digitale Gesundheit immer noch im grauen Mittelfeld. Die Patientenversorgung wird künftig nur mit digitaler Unterstützung funktionieren.“

Auch Dr. Klaus Reinhardt, Bundesvorsitzender des Hartmannbundes, ruft dazu auf, die Digitalisierung der Branche aktiv mitzugestalten:

“Die Digitalisierung und der damit einhergehende Fortschritt lassen sich nicht aufhalten. Im Gegenteil: Unsere Chance ist es nun, die Digitalisierung aktiv zu gestalten und die Chancen für unseren Beruf und die Patienten beherzt und entschlossen zu ergreifen.“

Mareike Schröder

Public Relations & Content bei LifeTime