LifeTime Journal

Digitale Kommunikation mit Patienten: Das sollten Arztpraxen wissen

Die digitale Kommunikation über E-Mail und WhatsApp ist schnell, einfach und mittlerweile fester Bestandteil des Privatlebens vieler Personen. Viele Patienten wünschen sich eine Möglichkeit, auch digital mit ihrer Arztpraxis zu kommunizieren. Die Kommunikation via WhatsApp und E-Mail im beruflichen Kontext wird jedoch spätestens dann kritisch, wenn vertraulichen Daten versendet werden. Ärzte und Praxisteams sollten sich daher immer die Frage stellen, ob der Versand über den jeweiligen Kanal den Datenschutz-Anforderungen entspricht.

Vorteile elektronischer Kommunikation

Immer mehr Patienten wünschen sich, auch mit ihrer Arztpraxis elektronisch kommunizieren zu können. Insbesondere ergeben sich dadurch folgende Vorteile für Patienten:

  • Geringere Wartezeiten am Telefon
  • Geringere Wartezeiten auf Rezepte in der Praxis
  • Schnelle Übertragung von Dokumenten und Nachrichten

Auch für die Praxen ergeben sich durch die elektronische Kommunikation erhebliche Vorteile. Eine Verringerung des Anrufvolumens entlastet etwa den Empfang und Praxisabläufe werden so effizienter gestaltet.

Sicherheit digitaler Kommunikation

Konventionelle E-Mails und SMS sind nicht verschlüsselt und somit keine sichere Kommunikationsform. Datenschützer vergleichen oft: Eine unverschlüsselte E-Mail ist so sicher, wie das Versenden einer Postkarte. Eine Alternative sind verschlüsselte E-Mails. Die Anwendung ist jedoch aufwändig und trifft daher bei Patienten auf wenig Akzeptanz. Mit KIM wird ab 2021 zwar die verschlüsselte E-Mail Kommunikation standardisiert, diese beinhaltet jedoch nicht die gesicherte Kommunikation mit dem Patienten.

Kommunikation über WhatsApp ist verboten

Der Messenger-Dienst WhatsApp ist zwar Ende-zu-Ende verschlüsselt, jedoch bietet er keine Verifikation der Empfänger.  Somit wird nicht sicherstellt, dass der Kommunikationspartner tatsächlich derjenige ist, der er vorgibt zu sein. Ohnehin sollten Berufsgeheimnisträger kein WhatsApp nutzen, da allein durch die übertragenen Metadaten die Behandlungsbeziehung ersichtlich wird. Diese Information unterliegt bereits der ärztlichen Schweigepflicht. Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht begründet seine Ablehnung unter anderem damit, dass WhatsApp seine Metadaten an Facebook übermittelt.

Diese Ansicht teilt auch die DSGVO. Das Einreichen von Rezepten bei Apotheken via WhatsApp ist bereits seit Mai 2018 verboten. Alle Daten, wie etwa vertrauliche Informationen über Befunde und Medikamente oder anstehende Arztbesuche, werden von WhatsApp dauerhaft auf Servern in den USA gespeichert.

So funktioniert eine sichere digitale Kommunikation mit Patienten 

Um den Praxisalltag zu erleichtern und effizienter zu gestalten, sollte eine Anwendung zur elektronischen Kommunikation folgende Funktionen aufweisen:

  • Einfache Anwendung und Nutzung
  • Kompatibel mit allen Systemen und jedem Praxiscomputer
  • Ende-zu-Ende verschlüsselte Übertragung
  • Keine dauerhafte zentrale Speicherung der Daten
  • Eindeutige Identifikation und Verifikation der Empfänger

Eine Lösung, die die oben genannten Anforderungen erfüllt, ist LifeTime. Die Software für Praxen ist mit jedem PVS kompatibel und bietet eine sichere Alternative zu WhatsApp und Co. So können mittels LifeTime-Chat Ende-zu-Ende verschlüsselte Nachrichten und auch Dokumente mit Patienten ausgetauscht werden. Dabei ist sichergestellt, dass es sich um authentifizierte Sender und Empfänger handelt. Das System besteht aus einer Softwarekomponente für medizinische Einrichtungen und einer kostenfreien Smartphone-App für Patienten. Daten und Nachrichten werden nur lokal auf dem Smartphone des Patienten bzw. auf dem Praxisrechner gespeichert. Die Datensicherheit des LifeTime Systems wurde von einem externen Anbieter bestätigt.

Unter lifetime.eu finden Sie weitere Informationen.

Ann-Christin Vahl

Operations bei LifeTime