LifeTime Journal
Faxgerät

Datenschutz in der Arztpraxis – Patientendaten nicht per Fax versenden

In deutschen Arztpraxen und Kliniken gehört der Versand von Patientenunterlagen per Faxgerät noch immer zum Alltag. Rund zwei Drittel der Ärzte senden Befunde & Co noch per Fax an Kollegen, Zuweiser oder Kliniken. Aus Sicht von Datenschutzexperten ist das kritisch. Denn die Übertragung per Fax entspricht nicht den hohen Anforderungen an den Datenschutz von Patientendaten. Mediziner sollten daher die Sicherheitsrisiken beim Versand von Patientendaten per Fax kennen. Und den Umstieg auf sichere, digitale Alternativen erwägen.

Warum ist der Versand von Befunden per Fax unsicher?

Inhalte über das Fax werden grundsätzlich offen übermittelt. Das heißt, sie sind nicht verschlüsselt und können so während der Übermittlung mitgelesen werden. Durch die Umstellung der ISDN-Anschlüsse auf die sogenannte IP-Technik erfolgt der Versandweg teilweise unverschlüsselt über das Internet. Da Faxgeräte heute meist an das Internet angeschlossen sind, sind sie noch einfacher angreifbar. 

Besonders gefährdet sind Multifunktionsgeräte, die mit weiteren Geräten innerhalb eines Firmennetzwerks verbunden sind. Werden diese angegriffen, kann der Angreifer somit auf weitere Geräte im Netzwerk zugreifen. Das zeigten Sicherheitsforscher im Sommer 2018 mit der Methode “Faxploit”. Dabei sendeten sie eine präparierte Fax-Nachricht an ein Multifunktionsgerät und übernahmen die Kontrolle über das Gerät. Sie führten Schadcode auf dem Gerät aus, mithilfe dessen sie weitere Geräte im Firmennetzwerk angreifen oder Dokumente auslesen konnten. Für diesen Angriff benötigt der Angreifer lediglich die Faxnummer des Gerätes.

Vergütung von Fax in der Medizin mit DVG reduziert

Um den digitalen Versand in der Medizin zu stärken, entschied das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) kürzlich, die Vergütung für ein Fax zu reduzieren. Laut § 291f des “Digitale Versorgung Gesetz” erhalten Ärzte für das Versenden von Befunden per Fax künftig weniger Geld. Bisher galt für ein Fax gemäß EMB Ziffer 40120 (Einheitlicher Bewertungsmaßstab) mit 55 Cent die gleiche Pauschale, wie für den Versand eines Arztbriefes per Post. Auch der Versand eines eArztbriefes ist – angelehnt an den postalischen Brief – ebenfalls mit 55 Cent abrechenbar.

Ab dem Jahr 2020 wird der Vergütungssatz um die Hälfte reduziert. Für den Versand eines Fax erhält ein Arzt dann maximal 50% der Pauschale wie für den Versand eines eArztbriefes. Für ein Fax werden dann nur noch 27 Cent anrechenbar. Weitere zwölf Monate später wird die Pauschale erneut gesenkt. Nicht nur aus Datenschutzgründen ist der Versand eines Faxes für Inhaber einer Arztpraxis zunehmend unattraktiv. Auch aus finanzieller Sicht lohnt sich die Nutzung des Fax zunehmend weniger.

Wie können Arztpraxen Patientendaten sicher versenden?

Wer für den sicheren Versand von Befunden, Arztbriefen sowie anderen medizinischen Unterlagen auf das Fax verzichten möchte, muss nicht auf die Post zurückgreifen. Mittlerweile gibt es eine Reihe digitaler Alternativen – wie die LifeTime Software.

Bei der Auswahl einer digitalen Lösung ist auf Folgendes zu achten: 

    • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung des gesamten Versandweges
    • Interoperabilität und Kompatibilität mit dem Praxisverwaltungssystem (PVS)
    • einfach bedienbar für alle Mitarbeitenden
    • Austausch von Befunden sowohl mit Kollegen als auch mit Patienten möglich

Neben einer einfachen Benutzungsoberfläche ist die Möglichkeit zur Schnittstellen-Integration (API) hilfreich. Diese ermöglicht den Versand mit einem Klick aus der Praxissoftware und spart weitere Arbeitsschritte. 

Eine Software, die den digitalen und datenschutzkonformen Austausch medizinischer Unterlagen mit anderen Ärzten sowie Patienten ermöglicht, ist LifeTime. Mehr über die Software erfahren Sie unter lifetime.eu – testen Sie direkt, wie einfach der Versand funktioniert.

 

Mareike Schröder

Corporate Communications bei LifeTime